Der Apfel
Geschichte
Es wird angenommen, dass der Apfel (Malus sieversii) vor 4000-10000 Jahren im Tian Shan-Gebirge domestiziert wurde.
Entlang der Seidenstraße ist der Apfel dann nach Europa gereist und mit europäischen Kolonisten bis nach Amerika vorgedrungen.
Inzwischen sind Apfelbäume fast weltweit kultiviert und der Apfel ist zu einem beliebten, sowie wichtigem Nahrungsmittel geworden.
Für die alten Kulturen war er nicht nur ein Nahrungsmittel,
durch seine Anpassungsfähigkeit und Gesundheitsfördernden Eigenschaften hatte der Apfel auch eine religiöse und mythologische Bedeutung.
Information
Heute sind mehr als 7.500 Apfelsorten bekannt, die verschiedenen Sorten werden für verschiedene Geschmäcker und Verwendungszwecke gezüchtet.
Die meisten dieser Sorten werden für den Verzehr von frischen Äpfeln gezüchtet,
einige werden jedoch speziell zum Kochen oder zur Herstellung von Apfelwein angebaut.
In Deutschland ist der Apfel das beliebteste Obst, im Durchschnitt isst jeder Deutsche 30 Kilogramm oder etwa 125 Äpfel pro Jahr.
Moderne Sorten
Moderne, beliebte Apfelsorten sind innen nicht zu fest aber von außen knackig im Biss.
Sie müssen eine makellose bunte Haut haben, lange lagerfähig sein, hohe Erträge einbringen,
Krankheitsresistent sein, eine übliche Apfelform haben und ein süßes, leicht säuerliches Apfelaroma entwickeln.
Dabei bleiben eine Geschmacksvielfalt und wichtige Inhaltstoffe leider oft auf der Strecke.
Die Alten Sorten
Alte Sorten sind oft seltsam geformt, haben Rostflecken und wachsen in einer Vielzahl von Texturen und Farben,
was sie für den kommerziellen Verkauf (vor allem Großhandel) schwierig macht.
Dafür haben sie aber ein viel größeres Geschmacksspektrum als moderne Sorten und sie haben noch alle wichtigen Inhaltsstoffe.
Alte Sorten haben auch für jedes Vorhaben wie z.B. backen, kochen, trinken oder medizinische Anwendungen einen geeigneten Apfel zu bieten.
Sie sind vor allem auf Wochenmärkten und in Hofläden zu finden.
Weltweit wurden Apfelschutzkampagnen gestartet um alte Sorten vor dem Aussterben zu bewahren.
„An apple a day keeps the doctor away“

Reizleistung des Nervensystems (Kalium)
Steuerung der Muskeln (Kalium)
Reguliert den pH-Wert und Blutdruck (Kalium)
Starke Knochen (Kalzium)
Gute Reizübertragung in Nervenzellen (Kalzium) (Vitamin B1)
Gute Blutgerinnung (Kalzium)
Gewinnung von Energie aus Kohlenhydraten (Vitamin B1 / Thiamin)
Gut für das Gehirn und den Herzmuskel (Vitamin B1 / Thiamin)
Wichtig für die Produktion körpereigener Botenstoffe (Vitamin B 6)
Wichtig für die Blutbildung (Vitamin B 6)
Wichtig für den Fettstoffwechsel (Vitamin B 6)
Regulation des Immunsystems (Vitamin B 6)
Antioxidative Wirkung (Vitamin E) (Polyphenole)
Fängt freie Radikale und schützt Zellen (Vitamin E) (Vitamin C)
Schwächt Entzündungsreaktionen ab (Vitamin E)









Beugt Arteriosklerose vor (Vitamin E)
Wichtig für die Zellteilung und Blutbildung (Folsäure)
Stärkt das Immunsystem (Vitamin C)
Starkes Bindegewebe (Vitamin C)
Wichtig für die Wundheilung (Vitamin C)
Verbessert Darmflora (Pektine)
Schützt die Darmwand (Pektine)
Macht länger satt (Pektine)
Gut für Blutdruck (Polyphenole)
Wirkt Entzündungshemmend (Polyphenole)
Senkt das Demenz Risiko (Polyphenole)
Tötet Krebszellen ab. (Polyphenole)
Die Zahnbürste der Natur (Fruchtsäuren)
Sängt den Cholesterinspiegel (Pektine)
Schützt vor Bronchial- und Lungenkrankheiten (Catechine)
Das Sprichwort
… wurde auf das Wales des 19. Jahrhunderts zurückgeführt, wo der ursprüngliche Satz lautete:
Iss einen Apfel wenn du ins Bett gehst und du wirst den Arzt davon abhalten sein Brot zu verdienen.
Die heute gebräuchliche Formulierung wurde erstmals 1922 aufgezeichnet.
Allergie gegen Äpfel
… ist die am weitesten verbreitete Obst-Allergie in Deutschland, meist eine Kreuzallergie von Pollen.
Allergene Apfelsorten sind: Jonagold, Granny Smith, Braeburn, Elstar und Gala. (vor allem junge Sorten)
Schwach allergene Sorten sind: Roter Wellant, Finkenwerder Herbstprinz, Gravensteiner, Alkmene,
Berlepsch, Boskop, Idared, Jamba oder Rubinette.
Viele Allergiker reagieren auch nur auf die rohen Früchte und können verkochte Äpfel problemlos genießen.
Die Hausapotheke
-Bei Durchfall: 1 rohen geriebenen Apfel (mit Schale) essen.
-Bei Hals- und Rachenentzündungen: in 1 Glas heißes Wasser, 1 Esslöffel Honig und 1 Teelöffel Apfelessig hineinrühren und trinken.
-Bei Heiserkeit: 1 gebratenen Apfel mit Honig essen.
-Bei Schlafstörungen: 1 Apfel vor dem Schlafengehen essen.
-Zum Wachwerden: 1 Apfel am Morgen essen.
-Bei Schwangerschaftsübelkeit am Morgen: vor dem Aufstehen 1 Apfel essen.
-Bei Nervosität: Apfeltee aus 1 Apfel in Scheiben geschnitten, mit einem Liter kochendem Wasser übergossen, zwei Stunden ziehen lassen.
-Für reine und zarte Haut: Apfelmaske, 1 geschälten Apfel reiben, mit etwas Honig verrührt, die
Mischung bis zu 20 Minuten einwirken lassen und vorsichtig abwaschen.
-Zahnreinigung: durch Fruchtsäuren und Ballaststoffe, gleicher Effekt wie der Kaugummi zwischendurch.



